So gelingt die Neukundengewinnung B2B für planbaren Umsatz

Schluss mit leeren Pipelines. Wir zeigen dir, welche Strategien zur Neukundengewinnung im B2B wirklich funktionieren und wie du sie direkt umsetzen kannst.

Deine Pipeline ist leer, die Vertriebsziele rücken in weite Ferne und der Druck, neue Kunden zu finden, wächst täglich? Du bist nicht allein. Ehrlich gesagt ist eine konstante und planbare Neukundengewinnung im B2B die Lebensader jedes Unternehmens, aber gleichzeitig eine der größten Herausforderungen für Geschäftsführer und Vertriebsleiter.

Erfolgreiche B2B-Neukundengewinnung ist kein Zufall, sondern das Ergebnis eines systematischen, Multi-Channel-Prozesses.

Viele Firmen verlassen sich auf Empfehlungen oder warten auf den Zufallstreffer. Aber mal Hand aufs Herz: Wer nur auf "Hope Marketing" setzt, spielt russisches Roulette mit seinem Business. Wer im heutigen Wettbewerb bestehen will, braucht proaktive, skalierbare Strategien. In diesem Artikel zerlegen wir das Thema Neukundenakquise in seine Einzelteile und geben dir konkrete, umsetzbare Methoden an die Hand, die wirklich funktionieren – ganz ohne Bullshit.

Warum die klassische Neukundengewinnung im B2B oft scheitert

Bevor wir in die Lösungsstrategien eintauchen, lass uns kurz ehrlich sein. Die meisten Akquise-Versuche scheitern nicht, weil das Produkt schlecht ist, sondern weil die Herangehensweise falsch ist. Die typischen Fehler sehen wir jeden Tag:

  • Der Schrotflinten-Ansatz: Es wird wahllos auf eine breite Masse an Unternehmen geschossen, in der Hoffnung, irgendwen zu treffen. Das Ergebnis: verbrannte Kontakte, frustrierte Vertriebler und immense Streuverluste.
  • Fehlendes Idealkundenprofil (ICP): Viele wissen gar nicht, wer ihr perfekter Kunde ist. Sie können weder die Branche noch die Unternehmensgröße oder den richtigen Ansprechpartner benennen. Wie willst du jemanden überzeugen, wenn du nicht weißt, wessen Problem du löst?
  • Ein-Kanal-Fokus: Man verlässt sich nur auf eine einzige Methode, sei es Kaltakquise am Telefon oder Messeauftritte. Wenn dieser eine Kanal dann mal wegbricht, stehen die Räder im Vertrieb schlagartig still.
  • Kein sauberer Prozess: Es fehlt an klaren Skripten, einem CRM-System zur Nachverfolgung und definierten KPIs. Akquise wird zum chaotischen Einzelkampf statt zur systematischen Teamleistung.

Erkennst du dich oder dein Team in einem dieser Punkte wieder? Dann lies weiter. Der erste Schritt zur Besserung ist immer, die alten Zöpfe abzuschneiden und das Fundament zu reparieren.

Was genau ist B2B-Neukundenakquise?

Vergiss die verstaubte Definition aus dem Lehrbuch. Neukundenakquise im B2B bedeutet heute, eine planbare Maschine zu bauen, die kontinuierlich qualifizierte Leads generiert und sie in zahlende Kunden umwandelt. Es geht nicht um einmalige Aktionen, sondern um ein nachhaltiges System.

Der entscheidende Unterschied zum B2C-Geschäft liegt in der Komplexität. Im B2B sprichst du nicht mit einer einzelnen Person, die eine spontane Kaufentscheidung trifft. Du hast es mit ganzen Buying Centern zu tun – Gruppen von Entscheidern, Beeinflussern und Anwendern. Der Verkaufszyklus ist länger, der Auftragswert (Customer Lifetime Value) deutlich höher und die Entscheidung basiert auf Logik und ROI, nicht auf Emotionen.

Dein Ziel ist es also nicht, den schnellen Verkauf zu landen, sondern Vertrauen bei mehreren Stakeholdern aufzubauen und als der logische Partner für die Lösung ihres Problems wahrgenommen zu werden.

Das Fundament: Dein Idealkundenprofil (Ideal Customer Profile) schärfen

Jede erfolgreiche Strategie zur Neukundengewinnung im B2B beginnt mit einer glasklaren Definition deines Idealkunden. Das ICP ist keine vage Vorstellung, sondern eine datenbasierte Beschreibung des Unternehmens, das den maximalen Wert aus deinem Angebot zieht und gleichzeitig den größten Wert für dich als Kunde darstellt.

Stell dir folgende Fragen, um dein ICP zu entwickeln:

  1. Firmographics: In welcher Branche ist das Unternehmen tätig? Wie viele Mitarbeiter hat es? Welchen Jahresumsatz erzielt es? Wo ist der geografische Standort?
  2. Pain Points: Welches spezifische, dringende Problem löst dein Produkt oder deine Dienstleistung für dieses Unternehmen?
  3. Buying Center: Wer ist die Person, die die Kaufentscheidung trifft (Entscheider)? Wer beeinflusst sie (Influencer)? Wer ist der Nutzer (User)?
  4. Trigger-Ereignisse: Was passiert im Unternehmen, das einen Bedarf für deine Lösung auslöst? (z.B. Expansion, Einstellung eines neuen Leiters, Gesetzesänderung).
  5. Ausschlusskriterien: Welche Unternehmen passen explizit nicht zu dir? (z.B. zu klein, falsche Branche, technologisch inkompatibel).

Ich sage es so deutlich, wie es ist: Ohne ein messerscharfes ICP verbrennst du im Sales schlichtweg bares Geld. Je präziser du hier bist, desto eher landest du bei deinen Akquise-Maßnahmen einen Volltreffer. Du sprichst die richtigen Leute mit der richtigen Botschaft zur richtigen Zeit an.

Die besten Strategien zur Neukundengewinnung B2B

Mit einem soliden ICP in der Tasche kannst du nun die passenden Kanäle und Methoden auswählen. Es gibt nicht die eine beste Strategie – die Kunst liegt in der richtigen Mischung aus Outbound- und Inbound-Methoden, die zu deinem Angebot und deiner Zielgruppe passt.

Strategie 1: Proaktive Outbound-Akquise

Beim Outbound-Vertrieb gehst du aktiv auf potenzielle Kunden zu, die dich und dein Unternehmen noch nicht kennen. Das erfordert Mut und Disziplin, ist aber einer der schnellsten Wege, um deine Pipeline zu füllen.

Telefonische Kaltakquise

Ja, richtig gelesen. Die Kaltakquise B2B ist alles andere als tot – wenn sie richtig gemacht wird. Im Gegensatz zu vielen anderen Kanälen erhältst du hier sofortiges, ungefiltertes Feedback. Du kommst direkt an die Entscheider ran, kannst Einwände sofort ausräumen und merkst in zwei Minuten, ob man zusammenpasst oder nicht.

Rechtlicher Rahmen: In Deutschland ist die Telefonakquise gegenüber anderen Unternehmen (B2B) erlaubt, wenn ein „mutmaßliches Interesse“ an deinem Angebot vernünftigerweise angenommen werden kann (§ 7 Abs. 2 Nr. 2 UWG). Das ist zum Beispiel der Fall, wenn dein Produkt klar zur Branche und Tätigkeit des angerufenen Unternehmens passt. Dies stellt keine Rechtsberatung dar, im Zweifel solltest du immer eine Kanzlei konsultieren.

Erfolgsfaktoren:

  • Gute Recherche: Rufe niemals unvorbereitet an. Wenn du nicht weißt, was dein Gegenüber eigentlich macht, hast du schon verloren.
  • Starker Gesprächseinstieg: Die ersten 10 Sekunden entscheiden. Komm direkt auf den Punkt und stelle eine relevante, smarte Frage.
  • Fokus auf den Termin: Dein Ziel ist nicht, am Telefon zu verkaufen, sondern einen qualifizierten Termin zu vereinbaren.

LinkedIn-Akquise

LinkedIn ist die mit Abstand wichtigste Plattform für die Neukundengewinnung im B2B. Nirgendwo sonst findest du eine so hohe Dichte an Entscheidern und so detaillierte Informationen über deine Zielkunden. Anders als bei der kalten E-Mail kannst du hier einen legalen und persönlichen Dialog aufbauen.

Ein typischer Prozess sieht so aus:

  1. Profiloptimierung: Dein eigenes Profil muss wie eine Landingpage für deine Zielgruppe wirken. Sprich deren Probleme an und positioniere dich als Experte.
  2. Gezielte Vernetzung: Nutze den Sales Navigator, um dein ICP punktgenau zu finden. Sende eine personalisierte Vernetzungsanfrage, die einen klaren Grund für die Kontaktaufnahme nennt.
  3. Wertstiftender Dialog: Nach der Annahme der Anfrage bombardierst du den Kontakt nicht mit einer plumpen Werbebotschaft. Das ist der schnellste Weg, um direkt wieder ignoriert zu werden. Starte einen Dialog, teile relevante Inhalte und baue eine Beziehung auf, bevor du dein Angebot ins Spiel bringst.

Dieser Ansatz, oft als Social Selling bezeichnet, ist extrem effektiv, braucht aber einen systematischen Prozess. Dieser Ansatz, oft als Social Selling bezeichnet, ist extrem effektiv, braucht aber einen systematischen Prozess.

E-Mail-Akquise: Der rechtliche Dschungel in Deutschland

Achtung, Klartext: Kalte Werbe-E-Mails an B2B-Kontakte sind in Deutschland ohne vorherige, ausdrückliche Einwilligung (Opt-In) verboten. Das regelt das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (§ 7 Abs. 2 Nr. 3 UWG). Die oft zitierte „mutmaßliche Einwilligung“ gilt, wie oben beschrieben, nur für die telefonische Kaltakquise, niemals für E-Mails.

Wer im B2B ungefragt Werbe-E-Mails verschickt, riskiert teure Abmahnungen. Es gibt keine rechtliche Grauzone.

Die einzige Ausnahme für werbliche Mails ohne explizites Opt-In besteht unter sehr strengen Voraussetzungen für Bestandskunden (§ 7 Abs. 3 UWG): Du musst die E-Mail-Adresse im Zuge eines Verkaufs erhalten haben, nur für eigene, ähnliche Produkte werben und bei jeder Mail klar auf das Widerspruchsrecht hinweisen. Dies ist kein Freibrief für Kaltakquise.

Legale Alternativen zur kalten E-Mail:

  • Opt-In Generierung: Biete wertvolle Inhalte (z.B. ein Whitepaper, ein Webinar) im Tausch gegen die E-Mail-Adresse und die Werbeeinwilligung an.
  • LinkedIn-Outreach: Wie oben beschrieben, die beste Alternative für den Erstkontakt.
  • Telefonakquise: Der direkte, legale Weg zum Entscheider.
  • Postalische Mailings: Klingt vielleicht nach Steinzeit, aber genau deshalb funktioniert es: Ein hochwertiges Paket oder ein gut gestalteter Brief fällt zwischen den 200 täglichen E-Mails garantiert auf.

Strategie 2: Inbound – Lass die Kunden auf dich zukommen

Inbound-Marketing ist das Gegenstück zu Outbound. Statt potenzielle Kunden zu jagen, schaffst du wertvolle Inhalte und Erlebnisse, die sie von allein anziehen. Dies ist eine langfristige Strategie, die aber hochqualifizierte und vorinformierte Leads generiert.

Content-Marketing & SEO

Indem du nützliche Inhalte erstellst, die die Probleme und Fragen deiner Zielgruppe beantworten, positionierst du dich als Experte und wirst über Suchmaschinen wie Google gefunden. Das ist das Herzstück der modernen B2B-Leadgenerierung.

Formate für B2B-Content sind vielfältig:

  • Blogartikel: Wie dieser hier – du beantwortest eine konkrete Frage und beweist Expertise.
  • Whitepaper & E-Books: Detaillierte Leitfäden zu einem komplexen Thema, die oft als Lead-Magnet dienen.
  • Fallstudien: Zeige, wie du einem Kunden konkret geholfen hast. Nichts ist überzeugender als ein echter Erfolgsbeweis.
  • Webinare: Live-Präsentationen, in denen du Wissen teilst und direkt mit potenziellen Kunden interagierst.

Der Schlüssel ist, Inhalte nicht über dein Produkt zu erstellen, sondern über die Probleme deiner Kunden. SEO (Suchmaschinenoptimierung) sorgt dafür, dass diese Inhalte dann auch gefunden werden, wenn jemand nach einer Lösung sucht.

Lead-Magnete zur Opt-In-Generierung

Ein Lead-Magnet ist ein unwiderstehliches, kostenloses Angebot, das du im Tausch gegen Kontaktdaten (insbesondere die E-Mail-Adresse mit Werbeeinwilligung) herausgibst. Hand aufs Herz: Niemand gibt seine Daten "einfach so" her. Du musst schon ordentlich Mehrwert liefern, damit der Tausch für dein Gegenüber Sinn macht.

Beispiele für effektive Lead-Magnete im B2B:

  • Ein exklusives Whitepaper: z.B. „Der ultimative LinkedIn-Leitfaden für Geschäftsführer“ (wie unser eigenes LinkedIn Whitepaper).
  • Eine Checkliste: z.B. „Die 10-Punkte-Checkliste für deine nächste Kaltakquise-Kampagne“.
  • Ein Template: z.B. „Vorlage für ein Vertriebs-Dashboard in Excel“.
  • Ein Mini-Videokurs: z.B. „3 Videos, wie du dein LinkedIn-Profil optimierst“.

Dieser Ansatz ist die Brücke zwischen Inbound und Outbound. Du ziehst Interessenten an und kannst sie dann proaktiv per E-Mail weiterentwickeln.

Die Kanäle im Vergleich: Was passt zu deinem Business?

Die beste Strategie ist oft eine Kombination. Hier ist eine schnelle Übersicht, die dir bei der Entscheidung hilft:

  • Telefon-Kaltakquise:
    • Vorteile: Schnell, direktes Feedback, hohe Verbindlichkeit bei Terminen.
    • Nachteile: Erfordert hohe Resilienz, kann als störend empvunden werden, nicht gut skalierbar ohne Team.
    • Ideal für: Komplexe, hochpreisige Produkte/Dienstleistungen, bei denen ein persönliches Gespräch unerlässlich ist.
  • LinkedIn-Akquise:
    • Vorteile: Präzises Targeting, Aufbau von Beziehungen, weniger aufdringlich als ein Anruf.
    • Nachteile: Zeitaufwändig, erfordert Geduld und einen guten Prozess, Konkurrenz nimmt zu.
    • Ideal für: Fast alle B2B-Branchen, insbesondere im Dienstleistungs-, SaaS- und Beratungs-Umfeld.
  • Content-Marketing/SEO:
    • Vorteile: Baut Vertrauen und Autorität auf, generiert dauerhaft „kostenlose“ Leads, hohe Lead-Qualität.
    • Nachteile: Langfristige Strategie (Ergebnisse dauern Monate), hoher initialer Aufwand.
    • Ideal für: Unternehmen, die als Thought Leader wahrgenommen werden wollen und eine langfristige, nachhaltige Leadquelle aufbauen möchten.
  • Bezahlte Anzeigen (Paid Ads):
    • Vorteile: Sehr schnelle Ergebnisse, exzellentes Targeting (z.B. auf LinkedIn Ads), gut skalierbar.
    • Nachteile: Teuer (Pay-to-Play), Wirkung verpufft sofort, wenn man das Budget stoppt.
    • Ideal für: Produkt-Launches, schnelle Skalierung oder zur Bewerbung von Lead-Magneten.

Wie du eine B2B-Akquisestrategie aufbaust und misst

Eine Strategie ist nur so gut wie ihre Umsetzung und Messbarkeit. Hör auf, auf dein Bauchgefühl zu hören – im Sales zählen am Ende des Tages nur harte Zahlen. Geh systematisch vor:

  1. ICP & Positionierung schärfen: Wer ist dein Kunde und welche Botschaft spricht ihn an? (Siehe oben)
  2. Kanäle auswählen: Entscheide dich basierend auf deinem ICP und deinen Ressourcen für 1-2 primäre Kanäle, auf die du dich konzentrierst.
  3. Ziele & KPIs festlegen: Was willst du erreichen? Definiere klare, messbare Ziele. Beispiele: 10 qualifizierte Termine pro Monat, 50 neue Leads über das Whitepaper, eine Conversion Rate von 3% auf LinkedIn.
  4. Prozesse & Tools implementieren: Nutze ein CRM (wie HubSpot oder Pipedrive), um alle Interaktionen zu tracken. Erstelle Vorlagen und Skripte für deine Ansprache. Definiere, wann ein Lead von Marketing an den Vertrieb übergeben wird.
  5. Testen, Messen, Optimieren: Führe deine Aktivitäten für eine definierte Zeit (z.B. 4 Wochen) durch. Analysiere dann die Daten: Welche Betreffzeile hat funktioniert? Welcher Gesprächseinstieg? Optimiere deinen Ansatz basierend auf echten Daten.

Ein schlechter Prozess, der konsequent verfolgt wird, schlägt eine brillante Strategie, die nur im Schreibtisch liegt.

Konsistenz ist der entscheidende Faktor. Neukundengewinnung im B2B ist ein Marathon, kein Sprint. Bleib dran, auch wenn die ersten Wochen mühsam sind. Die Ergebnisse werden folgen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass eine erfolgreiche Akquisestrategie auf einem tiefen Verständnis des Kunden, der intelligenten Auswahl der Kanäle und einem disziplinierten, messbaren Prozess beruht. Es geht darum, proaktive und reaktive Methoden klug zu kombinieren.

Für eine tiefere Auseinandersetzung mit dem Thema und weiteren praxiserprobten Methoden, lies unseren umfassenden Leitfaden zur Neukundenakquise.


Ein konkreter 5-Schritte-Plan für deine Neukundenakquise

Genug der Theorie. Wie fängst du jetzt konkret an? Folge diesem einfachen Plan, um systematisch vorzugehen.

  1. Schritt 1: ICP & Probleme schärfen. Nimm dir einen Tag Zeit und definiere messerscharf, wer dein idealer Kunde ist. Sprich mit deinen Bestandskunden. Finde heraus, welches brennende Problem du für sie löst. Das Ergebnis ist ein 1-Pager, der dein ganzes Vertriebsteam auswendig kennt.
  2. Schritt 2: Angebot konkretisieren. Formuliere auf Basis deines ICP ein No-Brainer-Angebot. Was ist der konkrete, messbare Outcome, den du lieferst? Wandle Features in Benefits um. Statt „Wir bieten KI-gestützte Analysesoftware“ sagst du „Unsere Kunden senken ihre Reporting-Kosten im Schnitt um 30 % im ersten Jahr.“
  3. Schritt 3: Haupt-Kanal auswählen. Wähle EINEN Outbound-Kanal, um zu starten. Wenn deine Zielgruppe auf LinkedIn ist (was bei 95 % der B2B-Unternehmen der Fall ist), starte dort. Konzentriere deine Energie und werde in diesem einen Kanal richtig gut, bevor du den nächsten hinzufügst.
  4. Schritt 4: Prozess aufsetzen. Richte dein CRM ein. Definiere die exakten Schritte, die du oder dein Team bei jedem neuen Lead durchführen. Erstelle Vorlagen für E-Mails und Gesprächsleitfäden (keine Skripte!). Sorge für absolute Klarheit im Ablauf.
  5. Schritt 5: Anfangen, messen, optimieren. Lege los! Setze dir ein klares Wochenziel (z. B. 50 neue Kontakte auf LinkedIn). Verfolge deine Zahlen im CRM. Analysiere wöchentlich: Welche Nachrichten funktionieren? An welcher Stelle im Prozess springen Leads ab? Optimiere deinen Ansatz kontinuierlich.

Dieser iterative Prozess aus Tun, Messen und Anpassen ist das Geheimnis hinter skalierbarer Neukundengewinnung.

Häufige Fehler, die dich Umsatz kosten

Auf dem Weg zur perfekten Akquise-Maschine lauern einige Fallen. Wenn du diese kennst, kannst du sie umschiffen.

  • Kein klarer Fokus: Du versuchst, an jeden zu verkaufen. Das Ergebnis: Deine Botschaft ist generisch und verfängt bei niemandem. Konzentriere dich auf eine Nische, dominiere sie und expandiere von dort aus.
  • Zu frühes Aufgeben: Du schickst 10 E-Mails, bekommst keine Antwort und stempelst den Kanal als „funktioniert nicht“ ab. B2B-Akquise braucht Hartnäckigkeit. Oft sind 5-8 Kontaktpunkte (Follow-ups) nötig, bis eine Reaktion kommt.
  • Feature-Dumping: Du ratterst in Anrufen oder E-Mails herunter, was dein Produkt alles kann. Den Kunden interessiert das nicht. Ihn interessiert nur, welches seiner Probleme du löst. Sprich über sein Problem, nicht über deine Features.
  • Fehlende Prozesse: Jeder im Team macht, was er für richtig hält. Es gibt keine Dokumentation, keine einheitlichen Standards. Das führt zu Ineffizienz, verlorenen Leads und Frust im Team.

Neukundenakquise ist kein Hexenwerk. Es ist harte Arbeit, die einem klaren System folgt. Wenn du bereit bist, dieses System konsequent aufzubauen und zu optimieren, werden eine volle Pipeline und planbare Umsätze die logische Konsequenz sein.

Mehr zu neukundenakquise findest du in unserem Pillar-Artikel.


FAQ

Was ist der Unterschied zwischen Neukundengewinnung und Leadgenerierung?

Leadgenerierung ist der Prozess, Interesse an deinem Unternehmen zu wecken und Kontaktdaten von potenziellen Kunden (Leads) zu sammeln. Die Neukundengewinnung (oder Kundenakquise) ist der gesamte Prozess, der von der ersten Identifikation eines potenziellen Kunden über die Leadgenerierung bis hin zum finalen Vertragsabschluss führt. Leadgenerierung ist quasi die Vorarbeit, der Abschluss der eigentliche Sieg.

Wie lange dauert es, bis man im B2B erste Neukunden gewinnt?

Das hängt stark von der Branche, dem Produkt und der gewählten Strategie ab. Bei der telefonischen Kaltakquise kannst du innerhalb von Tagen oder Wochen erste Termine generieren und Abschlüsse erzielen. Bei Inbound-Strategien wie SEO und Content-Marketing dauert es oft 6-12 Monate, bis ein konstanter Fluss an qualifizierten Leads entsteht. B2B-Verkaufszyklen sind generell länger als im B2C und können mehrere Monate dauern.

Welche Strategie ist die beste für die Neukundengewinnung im B2B?

Vergiss die Suche nach der "eierlegenden Wollmilchsau". Die eine perfekte Strategie gibt es nicht. Die effektivste Herangehensweise ist fast immer eine Multi-Channel-Strategie, die auf dein Idealkundenprofil (ICP) zugeschnitten ist. Für hochpreisige Beratungsleistungen kann eine Kombination aus LinkedIn-Akquise und Telefon-Kaltakquise ideal sein. Für ein SaaS-Produkt könnte eine Mischung aus Content-Marketing, SEO und LinkedIn Ads besser funktionieren.

Ist Kaltakquise per E-Mail im B2B erlaubt?

Nein. Hier gibt es kein Vertun: In Deutschland ist der unaufgeforderte Versand von Werbe-E-Mails an Unternehmen ohne deren vorherige ausdrückliche Einwilligung (Opt-In) grundsätzlich verboten und kann abgemahnt werden. Die oft fälschlicherweise angenommene „mutmaßliche Einwilligung“ gilt im B2B-Kontext ausschließlich für die telefonische Kaltakquise, nicht für E-Mails. Dies stellt keine Rechtsberatung dar.

Was kostet Neukundenakquise?

Die Kosten variieren stark je nach Kanal und Effizienz. Man misst sie im „Customer Acquisition Cost“ (CAC). Kaltakquise kann anfangs günstiger sein, da sie primär Zeit investiert, während Performance Marketing direktes Budget erfordert. Eine gute Strategie zielt darauf ab, den CAC kontinuierlich zu senken, indem man Prozesse optimiert. Rechne aber damit, dass ein guter B2B-Kunde immer eine Investition von mehreren hundert bis tausend Euro in der Akquise wert ist.

Soll ich Neukundenakquise intern machen oder auslagern?

Das ist eine strategische Entscheidung. Wenn du die Zeit, das Know-how und die Ressourcen hast, ein eigenes Team aufzubauen und zu schulen, ist der interne Weg eine gute Option. Eine externe B2B-Vertriebsagentur wie PeakPilot kann jedoch einen schnelleren Start ermöglichen, da sie bereits über erprobte Prozesse, Expertenwissen und die nötigen Tools verfügt. Oft ist eine hybride Lösung ideal: Eine Agentur stößt den Prozess an und übergibt ihn später an ein internes Team.